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Präsidentenwechsel bei den Schweizer Regionalmedien

Aktualisiert: 14. Apr.




Die wichtigsten Schweizer Regionalmedien sind zusammengeschlossen im VSRM, der kostenlos verteilte Wochenzeitungen vertritt, die in allen drei Landesteilen mehr als 1.6 Mio. Haushalte erreichen. Präsidiert wird der Verband von Dani Sigel, CEO der Zürcher Oberland Medien, welche sowohl Kaufzeitungen wie auch Gratiszeitungen verlegt. Er gibt sein Amt nach genau 10 Jahren an Vizepräsident Thomas Herrmann ab, der die kostenlos verteilte Wochen-Zeitung für das Emmental und Entlebuch vertreibt. Dani Sigel hat sich in seinem präsidialen Jahrzehnt vehement für die VSRM-Titel eingesetzt und so den direkten Draht zur Schweizerischen Post und weiteren Lieferanten geschaffen, für die diese Mediengattung eine wichtige Kundengruppe darstellt und sich – vor allem während der Pandemie – für die stark gebeutelten Lokalzeitungen eingesetzt, die wie die Kaufzeitungen einen wichtigen Informationsauftrag erbringen, allerdings auf der lokalen Ebene, die auf dem nationalen Parkett kaum wahrgenommen werden. Jedenfalls verwehrten die Bundesparlamentarier bisher den kostenlos – dafür flächendeckend – verteilten Blättern eine Unterstützung. Dani Sigel schaffte es jedoch, dass der VSRM zum Gesprächspartner in die Medienrunde von BR Simonetta Sommaruga eingeladen wurde und auch als gewichtiger Medienpartner beim Bakom willkommen ist, was ihm der Verband der Gratiszeitungen bestens verdankt. Sein Nachfolger Tom Herrmann führt diesen Elan fort: mit intensiver Lobbyarbeit auf kantonaler und nationaler Ebene. Die kostenlos verteilten Wochenblätter werden in ihren Regionen geschätzt, weil sie über Alltägliches in Gemeinde, Sport und Verbänden berichten, was die Leserinnen und Leser direkt betrifft. Und bei den Kaufzeitungen höchstens als Randnotiz erscheint, die zudem in immer weniger Haushalte verteilt werden. Nach der Ablehnung des neuen Mediengesetzes, welches auch von Tom Herrmann stark und erfolgreich bekämpft wurde, ergibt sich nun erneut die Chance, dass auch die Gratiszeitungen angemessen berücksichtigt werden, wie dies im Ausland bereits der Fall ist.

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